Zur Eröffnungsparty des diesjährigen CSD in Dresden gibt sich auch Jurassica Parka aus Berlin die Ehre. Worauf sich die Drag Queen auf der Boytox Summer Closing und Pride Opening Party besonders freut und was sie über Dresden denkt? Hier erfahrt ihr es.


Jurassica ParkaHallo Jurassica! Vielen Dank, dass du dir ein paar Minuten Zeit nimmst und mit mirein paar Fragen für die Dresdner Szene erörterst. Zuerst denken wir an alle, die dich vielleicht noch nicht (so gut) kennen: wer bist du, was machst du, wofür kennt man dich oder sollte man dich kennen?

Ich bin Jurassica Parka aus Berlin. Man kennt mich durch meinen YouTube-Kanal, meine Late Night Show „Paillette geht immer“, meine Party „Popkicker“, außerdem moderiere ich jedes Jahr das GNTM Public Viewing, das heißt „Nuttengucken“.… ach und ich habe eine Klatschkolumne im queeren Monatsmagazin Siegessäule, meine Schlachteplatte

Du spielst im Umfeld des Dresdner Christopher Street Day auf der Boytox Gayparty. Was erwartest du von dieser Veranstaltung und worauf freust du dich am meisten?

Bei der Boytox war ich schon öfters, ich liebe die Gisela. Der Club hat eine unheimlich heimelige Atmosphäre, das Publikum ist entspannt. Außerdem sind Nick und Tiffy ganz ganz zauberhafte Gastgeberinnen. Es ist für mich immer wie nach Hause kommen. Ich werde viel Popmusik spielen und Sekt auf Eis trinken. Also alles wie immer. 

Was verbindest du mit Dresden im Bezug auf die Stadt und ihre Bürger an sich?

Also bemerkenswert ist der wieder aufgebaute Stadtkern um die Frauenkirche, das hat immer was von Disneyland. Ansonsten komme ich mit den Sächsinnen sehr gut aus. Mich nervt es immer sehr, wenn Menschen, die kaum Berührungspunkte mit Dresden haben, immer alles nur auf Pegida runterschrauben. Das ist unfair.

Und: was verbindest du mit der queeren Szene und Partyszene in der Landeshauptstadt?

Ich kenne eigentlich nur das Boytox-Publikum. Und das ist herzlich, unkompliziert und fröhlich. Immer wieder eine Freude. Früher wurde ich auch mal zur Gaylaktika gebucht, das macht Herr Weinhold aber seit längerem nicht mehr, keine Ahnung, warum.

Abschließend: was wünschst du dir für die Queercommunity in Dresden, Deutschland und / oder der ganzen Welt?

Ich wünsche mir weniger Hass und weniger Separation. Gerade in Berlin zum Beispiel feiern Lesben und Schwule fast gar nicht zusammen, das finde ich unheimlich schade. Manchmal hab ich das Gefühl, dass das was uns vereint uns auch spaltet. Eigentlich unheimlich. Gerade unter Schwulen entdecke ich immer wieder ziemlich fiesen Frauenhass, ich finde das ziemlich beschissen.