Lara Liqueur

DJane Dresden

Kategorie: Nachtleben (Seite 1 von 2)

Nachtleben Dresden

Aus dem bunten Nachtleben Dresden berichtet Drag Queen und DJane Lara Liqueur in ihrem Magazin. Kolumnen, satirische Blogposts und informative Beiträge vermitteln einen Eindruck, was sich in der sächsischen Landeshauptstadt abspielt. Ob Bar, Club oder gigantische Eventhalle: als die Nachtgestalt Dresdens bewegt sich die Transe in allen möglichen Locations der Stadt.

Westbam & Lara Liqueur im First Club Görlitz

Am 18. März 2017 trafen Drag Queen Lara Liqueur und Technolegende Westbam im First Club Görlitz aufeinander. Es folgen Eindrücke der exzessiven Nacht von Sebastian Obst.

Lara Liqueur im First Club Görlitz Lara Liqueur in Görlitz Lara Liqueur beim Auflegen in Görlitz Lara Liqueur in Görlitz First Club Görlitz Westbam Publikum First Club Görlitz Drag Queen Lara Liqueur Westbam Görlitz Westbam & Lara Liqueur

Nachwuchs-DJs gesucht!

Nachwuchs-DJsAchtung Nachwuchs-DJs, hier kommt eure Chance. Am 5. Mai habt ihr die Chance, im Glory Club in Dresden vor einer coolen Crowd zu spielen. Das DJ-Team Hochanstaendig feiert nämlich sein 8-jähriges Bestehen und das wird eine ordentliche Hausnummer. Neben dem Warmup durch Produzent und Coach Jake Dile bieten die Dresdner Tiffy und Seb nämlich genau 2 Acts die Möglichkeit, sich vor ihren Geburtstagsgästen zu präsentieren.

Was ihr für diese coole Plattform tun müsst? Sendet eine Nachricht an die Hochanstaendig-Facebookseite und vergesst keine der folgenden Informationen:

  • euer DJ-Name / Name eures DJ-Teams
  • euer Genre
  • eine kurze Beschreibung zu euch mit maximal 160 Zeichen
  • einen Link zu einem Mixtape / Promoset von euch

Zeit habt ihr bis Freitag, den 24. März um 20 Uhr, im Anschluss beginnt ein Voting, bei dem ihr nur noch unter die ersten zwei kommen müsst. „Wir haben selber damals an selber Stelle die Chance von Brothers Incognito bekommen.“, meint Tiffy von AE.

Alle Infos zur Veranstaltung gibt es hier: 8 Jahre Hochanstaendig – außerdem haben Tiffy und Seb euch die Infos noch einmal im folgenden Video zusammen gefasst…

Es ist angerichtet – Ausgabe 4

Kolumne Dresden

Die Vögel zwitschern, die ersten Restaurant-Betreiber stellen bereits hoch motiviert die Gartenmöbel raus und platzieren fröhliche Frühlingsdeko. Mir ist immer noch arschkalt draußen und meine Nippel wühlen sich von innen durch das Innenfutter meines BHs. Sei es drum… ich bin in Lästerlaune… und Material gibt es wie immer genug.

Musikpark DresdenZu Beginn erstmal eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute Nachricht ist: der Musikpark schließt. Die schlechte: es besteht noch Hoffnung. Nach einem ewigen Kampf gegen Wasserschäden hat die TLG IMMOBILIEN AG nun den Mietvertrag gekündigt – wegen Zahlungsrückständen.  Die verwundern mich wirklich: das letzte Jahr hat der Mupa nahezu auf jeder Veranstaltung kistenweise Alkohol verschenkt um den Club voll zu bekommen… wie kann man denn damit Miese machen? Wie auch immer… im April findet vorerst noch mal der „Musikpark on Tour“ (siehe hier) statt. Schauen wir mal, wie es dann weiter geht.

Ohne starken Wasser- aber mit leichtem Dachschaden wird es Ende März revolutionär im Pier15. Der E&E-Club versucht mit noch nie dagewesenen Mitteln, die P16-Zielgruppe in den Club zu ziehen und nennt das ganze Konzept – wie kreativ – „Revolution“ Und um die komplette Partywelt umzukrempeln hat sich der Veranstalter so einige – nie dagewesene – Features einfallen lassen… ich weiß vor lauter Innovation gar nicht, wo ich anfangen soll. Da hätten wir…

  • House- und Black-Music. Auf der selben Party! Wirklich.
  • Ein Glücksrad. Mit Gewinnen. Ihr dreht also nicht umsonst und aus langer Weile, nein, es gibt Preise dafür. Wenn das die Schaustellerszene erfährt, dann macht das sicher bald jeder so.
  • Festivalbänder am Einlass. So richtig aus Stoff und so. Gerade im P16-Sektor eine Weltneuheit, habe ich gehört.
  • Okay, jetzt wird es wirklich revolutionär. Jungs bekommen vergünstigten Eintritt. Nicht die Mädels, wie sonst auf jeder Party. Zeit wird’s, ich als Transe such‘ mir aber sowieso immer aus, welches Geschlecht ich Rabatt-bedingt an welchem Tag bin.
  • Es gibt doch tatsächlich freien Eintritt für Geburtstagskinder… Also wirklich! Wenn das jeder machen würde…
  • Schnallt euch an, haltet euch fest, 3… 2… 1… Embryonalstellung. Der Veranstalter bietet… und das ist kein Witz… CO2-Kanonen UND Konfetti. BEIDES!!!111Einself

Machen wir uns nichts vor, das wird das Dresdner Nachtleben ganz schön umkrempeln. Alle werden diesen fantastischen Ideen nacheifern, ich wette darauf. Aber Klartext: liebe E&E, tut euch doch mal mit dem Studio One zusammen und vermischt eure ganzen geklauten langweiligen Einheitskonzepte… vielleicht kommt dann endlich mal was Neues raus.

Wenn wir gerade einmal beim Thema Ideendiebstahl sind… mir ist aufgefallen, dass es dieses Jahr zum zweiten Mal das „1. Street Food Festival“ in Dresden gibt. Zuerst dachte ich an einen Fehler seitens des Veranstalters, für den ich 2016 auch spielen durfte, aber nein: das neue „1. Street Food Festival“ ist von einer anderen Eventfirma, simpel abgekupfert. Dahinter steckt die Magdeburger Firma Crowdevent, die auch für das Neonsplash verantwortlich ist. Na dann: viel Spaß beim Kopieren. Möge das bessere Street Food gewinnen.

Es gibt einen Club in Dresden, der hat Potential, zieht sein Programm jedes Wochenende durch und bieten sogar ein akzeptables Lineup. Leider kriegt man vom MyHouse nicht wirklich etwas mit. Ja, das MyHouse gibt es noch – und ich war überrascht. Als der Club 2014 eröffnete waren die Erwartungen groß. Viele erhofften sich eine Alternative zu Kraftwerk Mitte, Purobeach und Pier15. Das Feedback sah auch gut aus, nun hört man aber so gut wie gar nichts mehr. Bei meiner Recherche für diese Kolumne fiel mir auf: das MyHouse macht sogar kräftig Werbung, sogar außerhalb des Internets, in Flyerform. Die ist mir vor der gezielten Suche aber nie aufgefallen. Also: krempelt euer Werbekonzept um, liebe MyHouse-Crew. Dann wird das schon wieder!

Abschließend noch eine Bitte an alle Verzweifelten, Wütenden und Aufgebrachten da draußen… egal ob ihr Montags mit mehreren hundert anderen Rentnern gegen die „falsche Hautfarbe“ spazieren geht, ihr wütend mit brennenden Lappen in Flaschen nach veganen Supermärkten werft oder ihr gegen das Aussterben von Dinkel-Gingseng-Kichererbsen-Suppe demonstriert. Geht einfach mal wieder des Nachts aus dem Haus, feiert mit anderen Menschen, trinkt und habt Spaß. Das entspannt ungemein, glaubt mir.

Es ist angerichtet – Ausgabe 3

Kolumne Dresden

Ist es schon wieder so weit für eure verhasste Kolumne Dresden? Anscheinend schon. Zum dritten Mal habe ich einige bemerkenswerte Dinge aus dem Nachtleben und aus Veranstaltungen in der Landeshauptstadt gefunden. Ab ins Schlammbecken, jetzt wird gecatcht!

Die spannendste Ankündigung präsentierte uns diese Woche der Kaufpark Dresden, denn hier gibt es am 3. April einen Starbesuch der besonderen Art. Lohnt es sich, in den RTL-Dschungel zu gehen, ekelhafte Dinge vor Publikum zu fressen, seine ganze Menschenwürde aufzugeben und sich zum Gespött der ganzen Nation zu machen? Für Marc Terenzi, den Ex-Mann von Sarah Connor anscheinend schon, denn: anstatt langweilige Konzerte zu geben oder auf coolen Partys zu performen, geht er auf die nächste Stufe: er singt in Einkaufszentren. Lieber Marc, wir sehen uns dann auf der nächsten Stufe: Möbelhaus-Eröffnungen. Ich fliege jetzt aber erst mal in den Dschungel, wir sehen uns nächstes Jahr in den Kaufparks der Republik.

Wer im Sommer gern entspannt in der Sonne liegen und relaxen möchte, hat zwei Möglichkeiten: entweder, er fliegt in den warmen Süden und genießt ein bis zwei Wochen Strandurlaub oder… er entspannt sich ab diesem Jahr im Stolpergarten, dem neuen Außen-Beach-Bereich der legendären Stolperdiele. Jap, das war schon die Pointe.

Seit unser Land Zufluchtsort für Menschen in Not aus ganz verschiedenen Ländern ist, gibt es – wie es immer bei großem Bürgerzuwachs gab – das ein oder andere Problemchen. Selbst verständlich kommt mit einer Million neuer Menschen auch der eine oder andere Idiot mit, ausschließen oder abstreiten unmöglich.  Wie sich aber im Laufe des letzten Jahres die Türpolitik einiger Clubs verändert hat, ist eine echte Frechheit.

Liebe Türsteher,

ich weiß, euer Job ist nicht einfach. 500 Gramm Quark und zwei 12er-Packs Red Bull verzehren sich nicht alleine und das ständige an- und ausschalten eurer Taschenlampen geht ganz schön auf die Fingerkuppen. Ihr habt euch diesen Beruf selber ausgesucht und dafür kann natürlich niemand von euch erwarten, dass ihr in gründlich und ordentlich ausführt.

Ihr hattet Mitte 2016 eine richtig geile Idee, für die ich euch jetzt mal auf die Schulter klopfen muss. Einfach alle Leute, die ausländisch aussehen oder kein dauerhaftes deutsches Ausweisdokument dabei haben wieder wegschicken. Richtig smarter Gedanke, denn damit tut ihr allen, die sich hier integrieren möchten und deutsche Kultur – dazu gehört auch das Nachtleben – kennenlernen möchten einen riesigen Gefallen. Frust? Entsteht doch garantiert bei niemandem, der ohne Grund nach Hause geschickt wird.

„Wir kennen unsere Pappenheimer“ sagt ihr immer wieder. Genial!

Ein Wunsch von mir: wie wäre es, wenn ihr die Leute, die wirklich Stress machen, der Veranstaltung verweist? Nachdem sie gezeigt haben, dass sie Idioten sind, und nicht vorher? Wenn ihr ein komisches Gefühl habt, behaltet die Jungs und Mädels entsprechend im Auge. Aber verwehrt bitte niemandem auf Grund eures Bauchgefühls die Möglichkeit, in dieser wunderbaren Stadt zu feiern.

Herzlichst, Lara Liqueur

Haltet es gerne so, wie immer: schickt mir eure verrücktesten Ideen und skurrilsten Sachen aus dem Dresdner Nachtleben. Sobald ich wieder genug zusammen habe, kommt die nächste Kolumne.

Es ist angerichtet – Ausgabe 2

Huch, es geht schon wieder los, eigentlich wollte ich meine neue Kolumne „Es ist angerichtet!“ monatlich veröffentlichen. Jetzt, eine Woche nach Ausgabe 1, habe ich schon wieder so viel Stoff angesammelt, dass sich eine Fortsetzung gar nicht länger heraus zögern lässt. Wetzt die Messer, schärft eure Klingen… es geht los!

Gatsby Party DresdenDass es in Dresden vor Ewig-Gestrigen wimmelt, ist ja nicht neu. In Sachen Party hängen wir im Jahre 1920 fest… könnte man meinen. Hatte ich noch die Hoffnung, der Gatsby-Trend wäre endlich vorbei, bringt nun der zweihundertsiebenundachtzigste Partyveranstalter eine Party in 20er-Aufmachung in die Landeshauptstadt: „Party like 1920“. Einen Vorteil hat das ganze: die 200 vollkommen gelangweilten Electro-Swing-DJs kriegen endlich wieder etwas zu tun. Ich bin übrigens extrem froh, dass noch keiner auf den „Party like 1933„-Tripp gekommen ist.

Auch das Studio One beehrte uns in der letzten Woche mit einem neuen Partykonzept der ganz kreativen Sorte. Man nehme zwei fremde Dresdner Konzepte, klaue von jedem das Beste und verkaufe das ganze unter dem Namen „Einhorn & Glitzer-Party“ als neue Party.

Teil 1, bestehend aus Glitzer, Einhörnern, Seifenblasen und dem Design klaut man sich einfach bei der bekannten Kiezklub-Veranstaltung „Crazy Animals & Unicorns Party“. Teil 2, bestehend aus Strippern, temporär getrennten Floors für Männer und Frauen und dem Motto „Mädels, das wird eure Nacht!“ nimmt man sich einfach von der „My Boyfriend is not in Town“-Party aus dem Club Standesamt. Zwei Konzepte geklaut, Namen drauf geschrieben und fertig ist die „Einhorn & Glitzer Party“. Ich habe da einen Vorschlag für die nächste Studio One-Fatsche:

Wenn ihr nicht wisst, welche Party sich in den nächsten Wochen besonders lohnt: ich weiß es! In Zeiten, in denen elektronische Musik immer mehr Leute bewegt, hat der Musik Park Dresden ein neues tolles Konzept auf Lager: Mallorcaparty! Ja, ihr habt richtig gehört und haltet nicht ohne Grund eure Kreditkarten gezückt. Endlich endlich kommt der Ballermann zurück nach Dresden. Deutschlands wichtigste Prominente „Mia Julia“ (wer???) kommt ins Pier 15. Zitat: „Die Partykönigin von Mallorca – Original Mallorcastyle!“ 

Haltet es gerne weiterhin so: schickt mir eure verrücktesten Ideen und skurrilsten Sachen aus dem Dresdner Nachtleben. Sobald ich wieder genug zusammen habe, kommt die nächste Kolumne.

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